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Ope(r)n Air

24. August 2019, 20 Uhr
Seebühne am Biedermeierstrand Hayna, Schladitzer See

Wer das Open-Air-Wochenende der Sächsischen Bläserphilharmonie an der Klosterruine in Nimbschen verpasst hat, bekommt im August eine neue Gelegenheit das Orchester an einer außergewöhnlichen Spielstätte zu erleben. Dann spielt die Sächsische Bläserphilharmonie drei sehr unterschiedliche Konzerte am Biedermeierstrand in Hayna mit Blick auf den malerischen Schladitzer See.

Unter dem Titel „Ope(r)n Air“ will die Sächsische Bläserphilharmonie unter der Leitung von Chefdirigent Thomas Clamor und mit stimmgewaltigen Solisten am Samstag, den 24. August 2019 um 20 Uhr erneut mit bekannte Opernmelodien im ganz eigenen und unverwechselbaren Klang des Ensembles begeistern. Gemeinsam mit den hochkarätigen Solisten der Oper Leipzig Viktorija Kaminskaite (Sopran), Kathrin Göring (Mezzosopran) und Kyungho Kim (Tenor) werden Auszüge aus Giacomo Puccinis Opern »La Bohème« und »Tosca« sowie aus Guiseppe Verdis »Aida« und »Rigoletto« zu hören sein. Das Publikum darf sich außerdem auf Werke von Richard Wagner, George Bizet und Engelbert Humperdinck freuen.

Die Sächsische Bläserphilharmonie ist das einzige Kulturorchester Deutschlands, das in ausschließlich sinfonischer Bläserbesetzung auftritt und ist damit einzigartig in der deutschen Orchesterlandschaft. Das Ensemble besticht durch ein facettenreiches Klangspektrum, das auch durch die speziellen Arrangements für sinfonisches Bläserensemble ermöglicht wird. Im Jahr 2017 wurde das Orchester in das Förderprogramm "Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland" aufgenommen, das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert wird. Das vom Kulturraum Leipziger Raum geförderte Orchester wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Solisten der Oper Leipzig

Viktorija Kaminskaite (Sopran)

Viktorija Kaminskaite gewann 2005 ein Stipendium an der Komischen Oper Berlin und sang dort in der Folge die "Zerlina" in Mozarts "Don Giovanni" unter der musikalischen Leitung von Kiril Petrenko. 2006 errang sie den 1. Preis beim Albert-Lortzing-Wettbewerb in Leipzig.
2008 wurde sie festes Ensemblemitglied am Leipziger Opernhaus und hat in dieser Zeit viele Hauptrollen ihres Faches mit großem Erfolg gesungen. Auch später als freie Sängerin blieb sie der Leipziger Oper durch ständige Gastauftritte eng verbunden. Sie konnte dort mit zahlreichen, namhaften Dirigenten und Regisseuren zusammenarbeiten, was ihre weitere Entwicklung sehr positiv beeinflusste und woraus sich unter anderem auch eine spätere intensive Zusammenarbeit bei zahlreichen Produktionen mit dem Regisseur Peter Konwitschny ergab.
2013 folgte eine Einladung zu den Bayreuther Festspielen, um die Rolle der Dorella in Wagners Komischer Oper "Das Liebesverbot" mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter der Leitung von Constantin Trinks zu singen. In der Spielzeit 2015/16 gab Viktorija Kaminsaite mit eindrucksvollem Erfolg ihr Debüt an der Semperoper in Dresden als Gretel in Humperdincks "Hänsel und Gretel" in der Inszenierung von Katharina Thalbach. Die Sängerin kehrt auch 2016/17 und 2017/2018 an die Semperoper zurück.

Die Künstlerin hat sich ein breites Opernrepertoire erarbeitet, darunter sind die schönsten Sopranrollen: Fiordiligi, Donna Anna, Pamina, Micaela, Donna Fiorilla, Mimi, Anne Truelove, Das schlaue Füchslein, Alcina, Governess und viele andere. Viele renommierte Opernhäuser haben sie bereits engagiert, so die Komische Oper Berlin, das Anhaltische Theater Dessau, Staatstheater Kassel, Oper Halle, die Vilnius City Opera, Opera de Lyon, das Gran Teatro Nacional Perú in Lima, Metropolitan Oper und Muza Symphony Hall in Tokyo und andere.

Frau Kaminskaite ist auch als Konzertsängerin sehr aktiv: Auftritte mit mehreren großen Orchestern unter der Leitung von Fabio Luisi, Jonathan Nott, Jun Märkl, Gabriel Feltz, Ulf Schirmer, Michael Sanderling, u. a. gehören ebenso dazu wie ihre vielbeachteten Konzerte im Gewandhaus und in der Thomaskirche in Leipzig. Als Liedsängerin trat sie mehrmals international mit unterschiedlichsten Programmen auf. Ein Höhepunkt war die Aufführung von Gustav Mahlers "Kindertotenliedern" mit dem Leipziger Streichquartett, zuletzt im Rahmen des Gustav Mahler Festivals in Toblach (Dobbiaco) 2015 und beim Musikfestival Weil am Rhein 2016.

Kathrin Göring (Mezzosopran)

absolvierte in Leipzig (KS Prof. Jitka Kovariková) und in Dresden (Prof. Hartmut Zabel) mit Auszeichnung ihr Gesangsstudium. Sie war Stipendiatin des Deutschen Musikrates und gewann verschiedene Gesangspreise bei internationalen Gesangswettbewerben.
Sie war Mitglied der European Union Opera mit der sie im Festspielhaus Baden-Baden und in Paris auftrat. Eine rege Konzerttätigkeit führten sie nach Monaco, Nizza und verschiedene deutsche Säle wie Landesfunkhaus Hannover, Gewandhaus Leipzig, Bayrischer Rundfunk. Gastengagements u. a. an der Deutschen Oper Berlin, Semperoper Dresden, Deutsche Oper am Rhein, Aalto Theater Essen und dem Opernhaus Chemnitz.
Kathrin Göring hat u. a. mit folgenden Dirigenten gearbeitet: Peter Schneider, Stefan Soltesz, Ulf Schirmer, Frank Beermann und Christophe Rousset.

Seit 2001 ist Kathrin Göring festes Mitglied der Oper Leipzig. Dort sang sie wichtige Rollen wie Sextus (Titus), Mrs. Grose (Turn of the Screw), Rosina (Barbier von Sevilla), Donna Elvira (Don Giovanni), Dorabella (Cosi fan tutte), Romeo (Romeo und Julia) von Bellini, Komponist (Ariadne) sowie Octavian (Rosenkavalier).
Kathrin Göring verkörpert die Wagnerpartien Fricka und Wellgunde (Rheingold) - Fricka, Waltraute (Walküre & Götterdämmerung) - Kundry (Parsifal) - Venus (Tannhäuser) - Adriano (Rienzi).
Rollen wie Mutter (Hänsel und Gretel), Judith (Blaubarts Burg), Gräfin Geschwitz in LULU von Alban Berg (3- aktig) und Prinzessin Eboli in DON CARLO sind ebenfalls in ihrem Repertoire.

Die vielseitige Sängerin wechselt im Januar 2019 von der Rolle des Octavian zur Marschallin im Rosenkavalier von Richard Strauss.
Im Februar 2019 geht sie mit der VENUS in Wagners Tannhäuser nach Hong Kong zum Art festival. Außerdem wird Kathrin Göring wiederholt in Japan - Tokyo & Yokohama - mit der New Japan Philharmonic unter der Leitung von T. Kamioka konzertieren. Nach den erfolgreichen Wesendonckliedern R. Wagners erklingt nun Mahlers 2. Sinfonie.

Im September/Oktober 2019 können Sie mit ihr 2 x den kompletten Ring in Minden - das westphälische Bayreuth - erleben, wo sie Fricka und Waltraute singt.

Kyungho Kim (Tenor)

Der koreanische Tenor Kyungho Kim schloss zunächst ein Bachelor-Studium für Gesang an der National University of Arts in Seoul bei Sangho Choi ab. Danach absolvierte er einen Diplomstudiengang an der Universität der Künste in Berlin bei Enrico Facini.

Der junge Tenor ist Preisträger internationaler Wettbewerbe, wie dem Competizione dell´Opera und dem Vincenzo Bellini Wettbewerb in Italien. Kyungho Kim war Stipendiat der Richard-Wagner-Stiftung in Bayreuth, der Stiftung LYRA in Zürich sowie der Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung.

Erste Konzerterfahrungen sammelte Kyungho Kim 2009 und 2010 in Venedig mit der Solopartie in Beethovens 9. Sinfonie sowie bei Auftritten in Salzburg und Berlin. Von 2011-13 war er Mitglied im Internationalen Opernstudio der Staatsoper Berlin und übernahm Rollen wie 1. Geharnischter in Die Zauberflöte, Prinz in Wolf-Ferraris Aschenputtel und Flavio in Norma. Am Theater Dortmund debütierte er erfolgreich als Des Grieux in Massenets Manon. In den letzten Spielzeiten präsentierte er sich an der Oper Bratislava erstmals als Duca in Rigoletto, als Rodolfo in La Bohème und als Macduff in Macbeth.

An der Oper Leipzig sang er ebenfalls Rodolfo und den Ismaele in Nabucco und am Theater Dortmund gab er sein Rollendebüt als Sänger in Der Rosenkavalier. Es folgten der Tamino in Die Zauberflöte an der Oper Graz und sein Debüt bei den Bregenzer Festspielen in Puccinis Turandot. An der Dresdner Semperoper und der Staatsoper Stuttgart gastierte er ebenfalls als Rodolfo. Ein erfolgreiches Rollendebüt gab er zudem als Gabriele Adorno in Simone Boccanegra an der Oper Bratislava. Letzthin war er als Tamino, Rodolfo und Ismaele an der Oper Leipzig sowie als Roméo in Roméo et Juliette von Gounod an der Oper Graz und am Theater in Kassel zu erleben. Neben seinem derzeitigem Festengagement an der Oper Leipzig mit Rollen wie z.B. Tamino, seinem Rollendebüt als Edgardo in Lucia di Lammermoor und Alfredo in La Traviata, singt er den Duca in Rigoletto in Bratislava und am Theater St. Gallen als Rodolfo in La Bohème.