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(Noten) Schlüssel zur Integration

Eine musikalische Projektidee der Sächsischen Bläserphilharmonie

Gesamtleitung: Chefdirigent Prof. Thomas Clamor

Die Sächsische Bläserphilharmonie hat sich zur Aufgabe gemacht, mit ihren zur Verfügung stehenden Mitteln, Willkommenskonzerte im Kulturraum Leipziger Raum, dem Freistaat Sachsen und möglicherweise auch darüber hinaus zu organisieren und durchzuführen und somit ein Zeichen ehrlicher Willkommenskultur zu setzen.

Ziel ist es, fremden Menschen ein Willkommenszeichen zu senden und eine wahrhafte Willkommenskultur zu leben. Mit ihrem Chefdirigenten Prof. Thomas Clamor entwickelte die Sächsische Bläserphilharmonie in Kooperation mit dem Landkreis Nordsachsen die Projektidee, hier ankommende Flüchtlinge und insbesondere die Kinder aus asylsuchenden Familien mit Willkommenskonzerten und musikalisch-künstlerischen Integrationsmöglichkeiten zu erreichen und eine nachhaltige Willkommenskultur zu leben.

 

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https://www.youtube.com/watch?v=bVFkb-x9GF0

Mit dem 1. Nordsächsischen Integrationstag und dem Startschuss des Konzertes am 10. Mai 2015 in Delitzsch sollte eine Art Modellprojekt für ganz Sachsen oder sogar darüber hinaus initiiert werden, um auch andere Institutionen und Menschen in unserem Land zu motivieren, ein solches Projekt umzusetzen.

„Immer wieder machen wir die Erfahrung, wie die universelle Sprache der Musik, die auf der ganzen Welt verstanden wird, Menschen verbindet, soziale Kompetenzen vermittelt und Integrationsprobleme abbauen kann. Dies ist sogar auf einer nonverbalen Ebene möglich, da die Kraft der Musik genutzt wird, um mit Menschen anderer Länder zu kommunizieren.“ so Prof. Thomas Clamor, Chefdirigent und Ideengeber für dieses Projekt. „Musik baut Brücken und verbindet Menschen, wo kulturelle Unterschiede die Verständigung erschweren.“

Am 14. Mai 2016 fand nun in der Klosterkirche und im Gymnasium St. Augustin zu Grimma der zweite Integrationstag der Sächsischen Bläserphilharmonie statt. Der Einladung zur musikpädagogischen Willkommensfeier folgten rund 300 Asylsuchende und Flüchtlinge aus dem Landkreis Leipzig. Bei dem Projekt "NotenSchlüssel zur Integration" bekamen Flüchtlingsfamilien die Chance, sich im Rahmen eines Instrumentenkarussells an einem Instrument auszuprobieren oder auf bereits vorhandene Instrumentenkenntnisse aufzubauen. Unter Anleitung der Mitglieder der Sächsischen Bläserphilharmonie probten die Teilnehmer an den Instrumenten, um mit anderen Instrumentalisten der Region ein Konzert am Nachmittag zu gestalten.

"Den Jüngsten soll musikalische Früherziehung erste musikalische Zugänge ermöglichen", so Oberbürgermeister Matthias Berger. Der Meinung ist auch Landrat Henry Graichen, denn "Musik öffnet spielerisch den Zugang zu unserer Kultur und verbindet über die verschiedenen Sprachen hinweg. Ich möchte allen danken, die dieses Projekt unterstützten."

Die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping bedankte sich bei den Initiatoren für das Engagement im Projekt Notenschlüssel zur Integration. "Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion durch Musik miteinander zu verbinden, das ist eine tolle Idee und gelebte Integration. Gerade die Möglichkeit für Kinder, ein Instrument zu erlernen, ist eine große Chance. Musik kann Trost spenden, selbstbewusst und glücklich machen."

Zum Abschluss des Integrationstages gab es ein gemeinsames Konzert mit allen Beteiligten, ehrenamtlichen Helfern sowie der Gesangssolistin Ines Agnes Krautwurst, den Instrumentalsolisten Alfred Geier am Xylophon und Lars Freytag am Alphorn in der Klosterkirche.